» PLAN International e.V.
» World Vision e.V.
» Kindernothilfe e.V.
» CCF Kinderhilfswerk/Childfund Deutschland
Haben Sie bei diesen Organisationen schon einmal nachgefragt, ob und wie sie “ihre” Patenmädchen konkret vor Genitalverstümmelung schützen?
Ines Laufer von der TaskForce FGM, und die Initiatorin der Patenmädchen-Kampagne WHOA! hat nachgefragt und herausgefunden, daß keine der genannten Organisationen sich konsequent für den Schutz der Patenmädchen vor Genitalverstümmelung einsetzt, denn keine von ihnen
- hat den Verzicht auf die Verstümmelung der Patenmädchen in ihren Förderkriterien verankert
- macht den Schutz der Patenmädchen vor Genitalverstümmelung (im Sinne der Einhaltung grundlegendster Kinderrechte, gem. UN-Kinderrechtskonvention, 1989) zur Voraussetzung für jegliche finanzielle und materielle Unterstützung von Gemeinden und Communities
- fordert pro-aktiv von den (meist männlichen) Entscheidungsträgern der Gemeinden, mit denen die Projektverhandlungen geführt werden, den Verzicht auf die Verstümmelung der Patenmädchen ein
Den Gewaltkreis aufzubrechen, den FGM schafft, indem die „Produktion weiterer Opfer“ – und zugleich künftiger TäterInnen – konsequent unterbunden wird, zieht nicht nur das sofortige Ende individuellen Leids nach sich, sondern bedeutet für die gesamte Gesellschaft eine reale Chance, dieser entwicklungshemmenden Gewalt innerhalb kürzester Zeit ein Ende zu setzen und die Weichen zu stellen für erheblich mehr Gesundheit, Wachstum und Entwicklung.
“Im Gegensatz zu allen bisher diskutierten Ansätzen stellen wir den Schutz der Mädchen an erste Stelle. Ohne wenn und aber. Ich nenne das Konsequenz…” (Ines Laufer)
Unterstützen Sie das Bündnis zum Schutz von Mädchen vor Genitalverstümmelung:
- AKIFRA e.V.
- Giordano-Bruno-Stiftung
- Lobby für Menschenrechte e.V.
- Stiftung Deutsches Forum Kinderzukunft
- TABU e.V.
- TaskForce für effektive Prävention von Genitalverstümmelung
- WADI e.V.
- Human Rights Services (Oslo/Norwegen)
und seine KämpferInnen gegen FGM wie z.B.
- Lucy Semiyan Mashua (Kenya/USA) – die Massai-Frau, ist die Schirmherrin der Patenmädchen-Kampagne!
- Sister Fa (Senegal/Berlin), – hier ihren Song “Bou Souba Si Ngone” über Zwangsverheiratung anschauen!
- Martin Umbach – Schauspieler und Autor, entdeckte auf einer Sinai-Reise, daß 90% der Frauen und Mädchen dort genital verstümmelt sind.
- Simone Schwarz von TABU e.V.
- Thomas von der Osten-Sacken von WADI e.V.
Weitere Informationen zur Kampagne sowie Links zu Petition und zu Online-Spenden finden Sie in der rechten Spalte.
Wollen Sie – jetzt oder in Zukunft – “Ihr” Patenmädchen schützen, dann schließen Sie sich der Kampagne an!





Danke für die mit so vielen Links versehene Aufforderung, der ich gerne nachgekommen bin.
Es dürfte allerdings schwierig, ja fast unmöglich sein, in Ländern, in denen die Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung – meist von Frauen(!) durchgeführt – kultureller Bestandteil ist, mehr als höchstens minimale Erfolge zu verbuchen, wie ja auch die in den Verlinkungen zu lesenden Texte von sowohl sich gegen weibliche Genitalverstümmelung (warum nicht, analog zu FGM, es abkürzen zu WGV?)
Einsetzenden wie auch Betroffenen bezeugen.
Die bisher noch geringen Erfolge allerdings könnten Zeichen setzen. In vielen, besonders aber – nicht ausschließlich – afrikanischen Kulturen war es früher Gang und Gäbe, sich mit kaum glaublichen Tätowierungen, mit Lippenpflöcken und sonstwas zu “verzieren”. Das hat glücklicherweise fast überall ein Ende gefunden, nicht zuletzt in Folge der Kolonisation/Missionierung, auch von muslimischer Seite.
Warum also nicht auch bei der barbarischen FGM? Vermutlich, weil sie in einer Körperregion gemacht wird, die den Blicken entzogen ist. Und weil besonders in vom Islam beherrschten Gegenden die Geistlichkeit sich nicht traut, dagegen vorzugehen oder einfach selbst von der – nicht existierenden – Notwendigkeit, den archaischen Brauch beizubehalten, überzeugt ist.
Es müssten also zumindest bedeutende Rechtsgelehrte der verschiedenen islamischen Richtungen davon überzeugt werden, eine Fatwah gegen FGM auszusprechen.