“Die Krankheitsentwicklungen werden oft nicht durch das Leben, das wir als Erwachsene führen, beeinflußt, sondern auch durch den Lebensstil unserer Mütter, während sie mit uns schwanger waren.”
Annie Murphy Paul schrieb ein Buch über die Betreuung von Müttern und Ungeborenen nicht nur mit Betonung auf Gesundheit und Krankheit und genetischen Voraussetzungen, sondern insbesondere mit Blick auf die sozialen Lebensbedingungen. In “Origins“ schreibt sie über “einige hochbrisante Themen, wie zum Beispiel über die möglichen Auswirkungen des mütterlichen Lebensstils auf das Temperament, den Intelligenzquotienten und die sexuelle Präferenz des Kindes.”
Nicholas D. Kristof stellt in seinem Beitrag in der New York Times als zweites Buch Dan Agins “bahnbrechendes und provokatives Buch “More than Genes” (Mehr als nur Gene) vor. Wie auch Paul ermöglicht Agins seinen Lesern “einen neuen Blick auf gänzlich unvermutete Kräfte, die uns formen.”
“Mütterlicher Streß scheint bei deren Sprösslingen besonders heftige Wirkungen zu tätigen – durch die Ausschüttung von Cortisol vielleicht, einem Hormon, das bei Ängstlichkeit oder Sorge erzeugt wird. Studien zeigen, daß Menschen, deren Mütter 1967 während des israelisch-arabischen Sechs-Tage-Krieges mit ihnen schwanger waren, im Erwachsenenalter zu Schizophrenie neigen. Und so ist auch die Schoah mit der Grund für die hohe Krebsrate in Israel. So berichtete auch “The Journal of the American Medical Association” über Chinesen, die während der schrecklichen Hungersnot von 1959 bis 1961 geboren waren, daß sie doppelt so oft Schizophrenie entwickeln, wie jene, die zu anderen Zeiten auf die Welt kamen. “
Mehr dazu:
At Risk From the Womb von Nicholas D. Kristof (New York Times)
Birth Pangs von Jerome Groopman (New York Times)
Bereits in den späten 1970ern erschuf der amerikanische Lehrer und Autor, Joseph Chilton Pearce, die Grundlagen für einen weitreichenden Blick auf die menschliche Entwicklung. Er war der Erste, der die Idee einer menschlichen Matrix entwickelte und sein Buch “Die magische Welt des Kindes” (engl.: “Magical Child“; 1977) dient seitdem Millionen von Eltern als Wegweiser.
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by atsil






