Haiti-Erdbeben: Rettende Maßnahmen

In: Support Humanity

Die 250.000 Toten in Folge des Erbebens in Haiti im Januar 2010 kann man nicht nur den seismischen Aktivitäten zu Last legen, sondern viel mehr noch der Armut der Bevölkerung selbst: lausig konstruierten Behausungen und öffentlichen Gebäuden ebenso wie schlecht organisierten und miserabel koordinierten Nothilfmaßnahmen. Und dann kam die Cholera. Diese an sich schon zu den Armutskrankheiten zählende Plage entsteht durch “extrem schlechte sanitäre Bedingungen und durch den Mangel an Trinkwasser.” (Nicholas D. Kristof) Es gibt jedoch eine nicht geringe Anzahl an Hilfsorganisationen und solche zur Selbsthilfe, die Anlaß zur Hoffnung geben. Einige leisten auf dem Gebiet der Cholerabehandlung  und -vorbeugung ausgezeichnete Arbeit, andere wiederum helfen den extrem verarmten Haitianern, sich neue Quellen zum Lebensunterhalt zu erschließen. Auch wenn wir in unserem Humanitären Geschenke-Führer bereits zwei von ihnen vorgestellt haben, möchte fairplanet Sie noch einmal auf drei Hilfsorganisationen bzw. Hilfeprojekte aufmerksam machen und Sie um Ihre großzügige Spende bitten:

PIH – Partners in Health
bekannt duch das Zanmi Lasante Hospital (haitianisch-kreolisch für „Partners In Health“), dem ersten kommunlaen Gesundheitsprojekt, eröffnete im November 2010 in Mirebalais ein voll funktionsfähiges Cholara-Behandlungszentrum. Dort erhalten unter anderem auch

“Hunderte von kommunalen Gesundheitsvolontären eine Ausbildung, die sie dazu befähigt, in den Gemeinden Gesundheitsfürsorge zu betreiben und insbesondere Vorbeugemaßnahmen gegen die Cholera einzuüben. Nach der Ausbildung werden den Volontären die nötigen Mittel für den Unterricht und für Vorführungen zur Verfügung gestellt, um ihren Nachbarn einfache Techniken – wie zum Beispiel die Notwendigkeit des Händewaschens – beizubringen.

Quelle: Arming hundreds of community health workers to fight cholera (pih.org)


Fonkoze
eine auf landwirtschaftliche Finanzdienstleistungen spezialisierte Mikrokredit-Bank, wurde von Pater Joseph Philippe gegründet und wird derzeit von Anne Hastings, einer amerikanischen Unternehmensberaterin geleitet.

“Im Tausch für die erhaltene Unterstützung müssen die Teilnehmer nachweisen, daß sie Geld auch sparen und klug in ihr neues Geschäft investieren können. Sie müsssen außerdem ihre Kinder zur Schule schicken und Familienplanung betreiben.”

SOIL – Sustainable Organic Integrated Livelihoods
ist eine gemeinnützige Organisation, die sich dem Schutz der Böden verschrieben hat. In Haiti arbeitet sie auf kommunaler Ebene und hilft den Gemeinden dabei, organische Abfälle in fruchtbaren Boden zu verwandeln. Da 16 Prozent der haitianischen Land- sowie 50 Prozent der städtischen Bevölkerung keinen Zugang zu angemessenen sanitären Einrichtungen hat, ist SOIL darum bemüht, diese Menschen mit sogenannten Low-Cost-Toiletten zu versorgen, in denen menschliche Fäkalien gesammelt, kompostiert und für die Wiederverwendung in der Landwirtschaft und bei der Aufforstung aufbereitet werden.

Zu guter Letzt halten wir noch das Wiederaufbau-Projekt von Denis O’Brien, des irischen Milliardärs, für erwähnenswert:

Ihm ist es zu verdanken, daß der von Gustav Eiffel entworfene “Marché en Fer” – eine pittoreske Eisenhalle und das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum von Port-au-Prince, der haitianischen Hauptstadt,  – wiederhergestellt wurde.

“Das Projekt wurde zu einem leuchtenden Vorbild des ansonsten mißlungenen Wiederaufbaus von Haiti. Nach internationalen Vorschriften erbaut, mit Solarmodulen ausgestattet, hurrikan- und erdbebensicher, verkörpert der “Eiserne Markt” die Hoffnung der internationalen Gemeinschaft auf einen “besseren” Wiederaufbau Haitis (so der ehemalige US-Präsident Bill Clinton, dem UN-Sonderbotschafter für Haiti).”

Mehr dazu:
Haiti, Nearly a Year Later von Nicholas D. Kristof (New York Times)
Ladders for the Poor von Nicholas D. Kristof (New York Times)
A Symbol of Hope for Haiti, a Landmark Again Stands Tall von Pooja Bhatia (New York Times)

Weiterführende Informationen sowie Online-Spende-Links in der Sidebar >>>

by atsil


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About atsil

Ildikó Áts (atsil) is a Germany-born Hungarian author, editor, translator and web designer. She studied languages, literature, philosophy, history, politics and economy as well as TCM in Hungary and Germany. Her focus is on ecology, human rights and FGM. She lives in Berlin.

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