HARITA – Wetterversicherung in Äthiopien

In: Read the World

Die Nahrungs-, Ernte- und Erträgesituation in Äthiopien ist überhaupt keine nachhaltige. Nicht einmal die der Nothilfe:

“Die Zahl der hungernden Menschen wird weiter wachsen; die Zahl der Lebensmittelrationen, um sie am Leben zu erhalten, genauso.”

schrieb Tina Rosenberg, Autorin von Join the Club‘ (einem Buch über Gruppenzwang) in ihrem unlängst veröffentlichten Blogbeitrag in der New York Times. Sie hatte entdeckt, wie man sich gegen Hunger versichern kann. Wie soll das funktionieren?! Und das in Äthiopien, unserem “Fallbeispiel”?

Nun, es geht allgemein um das Sicherheitsnetz der Versorgung mit Nahrungsmitteln. Das “W.F.P. hat lange Zeit mit Regierungen zusammengearbeitet, um den Menschen Nahrung im Austausch gegen Arbeit in Infrastruktur-Projekten zukommen zu lassen.” Aber diese Form der Unterstützung wie Nahrung-gegen-Arbeit oder Bares-gegen-Arbeit sollte keinesfalls eine sporadische bleiben, denn

“Wenn die Farmer nicht dann mit ihr rechnen können, wenn sie es benötigen, dann werden sie die Risiken nicht eingehen, die nötig sind, um ihre Ernten zu verbessern.”

Die Lösung lautet: Versicherungen. Eine Methode, die weltweit von den Menschen dazu benutzt wird, um Risiken zu begegnen. Die Mitarbeiter von Oxfam America haben monatelang mit Farmern in der äthiopischen Provinz Tigray über Versicherungen gesprochen, und ihnen erklärt, worum es dabei geht.

“Der Vorschlag kam von einem Farmer,” berichtet Oxfam. ‘ Ich hätte großes Interesse daran,’ sagte er, ‘wenn ich dafür mit Arbeit bezahlen könnte – genauso, wie für Nahrung.’ “

Daraufhin hat Oxfam Harita entwickelt:

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  • clickHARITA: The Horn of Africa Risk Transfer for Adaptation

    Oxfam America hat ein ganzheitliches Risiko-Management entwickelt, um armen Farmern in Äthiopien bei der Sicherung ihrer Nahrung und ihres Einkommens zu helfen. Dies geschieht durch die Kombination von bewährtem Ressourcen-Management (zur Risikominderung), von Mikrokrediten (zum smarten Umgang mit Risiken), von Risikotransfer (Versicherungen) und von Risikoreserven (Spareinlagen). HARITA, das “Horn of Africa Risk Transfer for Adaptation”-Programm, das in Äthiopien eingeführt wurde, ist das erste seiner Art.  Begonnen wurde es 2007 und ermöglichte im Rahmen einer innovativen Partnerschaft die Zusammenarbeit von äthiopischen Farmern, der Relief Society of Tigray (REST),  der Nyala Insurance Share Company, der Dedebit Credit and Savings Institution (DECSI), der Mekelle University, dem International Research Institute for Climate and Society (IRI), der Schweizer Rück, der Rockefeller Foundation sowie sechs weiterer Organisationen einschließlich einer Farmer-Kooperativen, örtlicher Regierungsagenturen, einer lokalen Forschungseinrichtung und globaler Rechtsexperten. Das Projekt hat im Bereich des Risikomanagements neue Gebiete erschlossen, indem es die ärmsten Farmer Äthiopiens dazu befähigte, mit eigener Arbeit für ihre Versicherungsprämien aufzukommen.

    Source: HARITA quarterly report: October 2010–December 2010

Ähnlich dem Kilimo Salama-Versicherungsprogramm in Kenia , richtet sich auch diese Versicherung eher nach den Niederschlagsmengen als nach aktuellen Ernteverlusten.

Mehr dazu: To Survive Famine, Will Work for Insurance von Tina Rosenberg (New York Times/Opinionator Blogs)

by atsil


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About atsil

Ildikó Áts (atsil) is a Germany-born Hungarian author, editor, translator and web designer. She studied languages, literature, philosophy, history, politics and economy as well as TCM in Hungary and Germany. Her focus is on ecology, human rights and FGM. She lives in Berlin.

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