Verwirrung in der Hauptstadt. Einige Aktivisten kamen vor einigen Tagen an den Reichstag und verwunderten die Passanten durch eine kryptische Botschaft. „Can you solve this?“ stand in großen Buchstaben auf den Plakaten der Aktivisten und daneben ein Code, der neugierig machte. Der Code führt zu einer Internetadresse, die auf die Ungerechtigkeit im iranischen Bildungssystem aufmerksam macht und dafür wirbt, führende Politiker anzuschreiben und zum aktiv werden zu bewegen. Eine schlaue Kampagnen-Idee und eine bemerkenswerte Initiative wie ich finde, die weitere Unterstützung und Aufmerksamkeit verdient.
Ein kurzer Blick auf die Situation in Iran: Der Zugang zu Universitäten wird hier streng kontrolliert. Regimekritikern, Angehörigen ethnischer Minderheiten und Andersdenkenden wird das Recht auf freien Zugang zu Bildung verweigert. Gegen diese Willkür richten sich die Aktionen dieser Kampagne, die mittlerweile in der Hamburger City und vor dem Berliner Reichstag stattgefunden haben.
Jede und jeder kann etwas tun, um die Kampagne zu unterstützen und sich für den Schutz der Menschenrechte und des Rechts auf freien Zugang zu Bildung in Iran auszusprechen: Auf der Homepage kann man unter anderem Außenminister Guido Westerwelle direkt eine Mail schreiben und so den politischen Druck auf unsere Regierung erhöhen, so dass endlich diplomatische Impulse gesetzt werden. Dies geschieht leider noch viel zu selten, und deshalb mein Appell : Sich informieren, Engagement zeigen und für die Menschenrechte weltweit starken machen! Hier der Link zu der Kampagne: www.can-you-solve-this.org/de

