Red Hand Day

In: Support Humanity

Am 12. Februar 2002 trat das Fakultativprotokoll über die Beteiligung von Kindern an bewaffneten Konflikten zur UN-Kinderrechtskonvention in Kraft (www2.ohchr.org/english/law/crc-conflict.htm). Seitdem gilt der 12. Februar als Internationaler Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten – der Red Hand Day. Denn obwohl das Protokoll bis zum heutigen Tag von 129 Staaten unterzeichnet wurde, gehen Schätzungen von terre des hommes und den Vereinten Nationen noch immer von etwa 250.000 Kindersoldaten weltweit aus, die meisten davon in Afrika.

Durch Drogen, falsche Versprechungen oder Misshandlungen gefügig gemacht und durch die Grausamkeiten des Krieges abgestumpft, sind die langfristigen Folgen für das physische wie psychische Wohl der Kinder verheerend, ihre Wiedereingliederung in die Gesellschaft äußerst schwierig.

Kindersoldaten werden zudem generell von ihren Vorgesetzten für weniger wertvoll als normale Einheiten betrachtet und oft für besonders gefährliche Aufträge verwendet. Schätzungsweise ein Drittel aller Kindersoldaten sind Mädchen, die neben ihren Aufgaben als Soldat häufig sexueller Gewalt ausgesetzt sind.

Zwar gibt es erste Erfolge im Kampf gegen den Einsatz von Kindern und Jugendlichen als Soldaten, wie zum Beispiel die Verfolgung der Rekrutierung von Kindern vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Aber die schiere Anzahl an Betroffenen macht deutlich, wie groß das Problem nach wie vor ist.

Aus diesem Grund wollen die Organisatoren des Red Hand Day – unter anderem terre des hommes, die Kindernothilfe oder Human Rights Watch – Jahr für Jahr am 12. Februar die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Thema lenken. Dazu werden auf der ganzen Welt rote Handabdrücke gesammelt, die dann im öffentlichkeitswirksamen Rahmen an Entscheidungsträger aus der Politik übergeben werden. Auf diese Weise sind bis heute bereits mehr als 365.000 Handabdrücke zusammengekommen.

Auf den Internetseiten www.redhandday.org und www.aktion-rote-hand.de finden sich viele weitere Links und Informationen zu diesem wichtigen und drängenden Thema, insbesondere über Möglichkeiten zum Mitmachen. Deshalb daran denken – am 12. Februar ist Red Hand Day!

 

Dazu: Ishmael Beah diente selbst drei Jahre als Kindersoldat in seinem Heimatland Sierra Leone. Seine Erfahrungen und Erlebnisse hat er in seinem Buch „Rückkehr ins Leben“ niedergeschrieben, ein beeindruckender Bericht über den Horror des Krieges. Heute lebt Ishmael Beah in New York und arbeitet für Human Rights Watch.

Buchtipp: Ishmael Beah, Rückkehr ins Leben: Ich war Kindersoldat, Piper Taschenbuch, 9,95.-€

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About Omid Nouripour

Omid Nouripour wurde 1975 in Teheran geboren und kam 1988 mit seiner Familie nach Frankfurt am Main. Seit 2006 ist er Mitglied des Bundestages für Bündnis 90/Die Grünen. Aktuell ist Omid Nouripour sicherheitspolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und Obmann im Verteidigungsausschuss.

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